Begegnungen sind uns wichtig!

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    • Zu Besuch in Hamburg
      Die Menschen aus Israel besuchen die Stadtteilschule Öjendorf in Hamburg - der Israelaustausch

      Israel - Öje / 2018

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      Unterschiede spüren und gerade deshalb das Leben miteinander feiern

      Nach einer intensiven und erlebnisreichen Woche (s. Bericht auf der Homepage von Ebenezer oder der Stadtteilschule Öjendorf) in Israel vom 26.2.-5.3.2018 empfing die Jugenddelegation aus Öjendorf gespannt und voller Erwartung ihre Austauschpartner aus Israel am 19.3.18 abends am Flughafen in Hamburg. Eine mit viel Programm gefüllte Woche wartete auf sie. Doch die 13 Jugendlichen und 2 Pädagogen aus Israel ließen an diesem Abend auf sich warten. Zwei Gepäckstücke der Israelis waren verloren gegangen. So war schon vom ersten Tag des Austausches ein gegenseitiges Ausleihen von Kleidungsstücken, miteinander reden, vertrauen und managen von nicht vorhersehbaren Situationen angesagt. Das schweißt zusammen! Am Samstag veranstalteten wir ein schönes Abschiedsfest für die Israelis, an dem wir nicht nur T-Shirts zusammen bedruckt, sondern auch die Woche reflektiert haben. Es war sehr spannend zu hören, was die Jugendlichen als Highlights empfunden haben: das Klettern in der Nordwandhalle, Berlin, das Miniatur Wunderland, die Führung im Rathaus mit den Begrüßungsworten von Frau Fegebank, die Führung durch das jüdische Viertel mit dem Besuch der Talmud-Tora-Schule, das Shoppen, ... Aber beim emotionalen Höhepunkt waren sich alle einig: das war die gemeinsame Shabbat-Feier in den Räumen von Ebenezer am Freitag. Sie war besonders, weil jeder, der dort war, das, was ihm wichtig ist, mit den anderen geteilt hat. Wir konnten miteinander lachen, weinen, singen, musizieren und essen. Immer wieder stellten wir in dieser Woche fest, dass die deutsch-jüdische Geschichte die Emotionen aller berührt. Ob bei der Gedenkfeier im KZ Neuengamme oder als Hinrich Kaasmann die Zyklon B-Dose zeigte, die zur Zeit des Nationalsozialismus im Messberg 1 verkauft wurde, allen war es bewusst, dass diese Jugendbegegnungen ein so wichtiges und wertvolles Zeichen sind, damit Zeichen der Freundschaft in der Welt gesetzt werden und hoffentlich nie wieder so eine Völkervernichtung stattfinden wird. So konnten wir zusammen das Leben feiern, gemeinsam singen und uns zum Abschied in den Armen liegen. Auch wenn jeder in dieser Woche festgestellt hat, dass ihr oder ihm unterschiedliche Dinge wichtig sind und jeder anders komisch ist. Die einen haben ein ganz anderes Zeitverständnis oder andere Herangehensweisen an Situationen, aber jeder ist ein bedeutsamer Mensch. Das haben wir uns beim „warmen Rücken“ (Jeder schreibt dem anderen auf ein Blatt am Rücken, was er an demjenigen schätzt und toll findet.) dann noch am Samstag gesagt. Und wieder flossen Tränen, aber Tränen des Glücks, weil es so genial ist, dass wir, Deutsche und Israelis, uns kennenlernen durften. Möglich war diese Woche der Begegnung nur durch die finanzielle Unterstützung durch die Preuschhof-Stiftung und durch ConAct, aber auch durch die Gebete und die Organisationsunterstützung von Ebenezer Hilfsfond Deutschland e.V. Dafür möchten wir an dieser Stelle einfach danke sagen. Diese Tage werden wir nie vergessen!

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    • Zu Besuch in Israel
      Die Stadtteilschule Öjendorf besucht die Menschen in Israel - der Israelaustausch

      Öje - Israel / 2018

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      „Diese Austauschwoche in Israel war das Beste...“

      „Diese Austauschwoche in Israel war das Beste, was ich je vom Ausland mitbekommen und erlebt habe. Es war bunt, fröhlich, interessant und sehr, sehr schön!“, fasste Timo seine Woche in Israel zusammen. Viele Eltern und Jugendliche an der Schule hatten im Vorfeld gefragt, warum es gerade einen Austausch nach Israel gäbe und nicht nach England oder Amerika. Allein diese Nachfrage zeigt schon die Notwendigkeit, genau die Länder näher kennenzulernen, gegen die die meisten Vorurteile und auch negativen Meinungen bestehen. Und mein Ziel für den Austausch, Vorurteile abzubauen und Brücken der Freundschaft zwischen Israel und Deutschland zu bauen, ist erreicht. Rebecca stellte nach der Woche in Israel fest: „Ich habe mich so gefreut, die Kultur in Israel kennenzulernen, zu sehen, wie sie dort leben und wie sie die Religion ausleben.“ Die ganze Gruppe war überwältigt von der Gastfreundschaft in den Familien. Die deutsch-israelische Schülergruppe hat auch nach dem festgelegten Programm oft etwas zusammen unternommen, es wurde zusammen gelacht, getanzt und gekocht. „Für mich war der Austausch erfolgreich, denn ich habe viele neue Freunde und ein absolut faszinierendes Land mit meinen eigenen Augen kennengelernt. Ich freue mich schon auf meine neuen israelischen Freunde, wenn sie zu uns kommen!“, so die Quintessenz einer anderen Teilnehmerin. Aber schauen wir doch mal, wie alles anfing. Am 26.2.18 war es soweit. Morgens um kurz vor acht trafen sich 10 Jugendliche aus den Klassen 9-11 (Die meisten aus der Stadtteilschule Öjendorf.) und 3 Pädagogen am Flughafen in Hamburg, um für eine Woche für ein Austauschprogramm nach Israel zu fliegen. Die deutschen Austauschschüler waren aufgeregt, denn sie wussten, dass sie die nächsten 4 Nächte in einer fremden Familie übernachten würden, in der sie nur Englisch sprechen können würden. Bisher hatten sie nur über WhatsApp Kontakt mit ihrem/ihrer Austauschpartner/in aufgebaut. Außerdem erwartete sie ein Land, von dem viele ihrer Klassenkameraden sagten, es ist ein „Kriegsland“. In diesem sollten sie noch 3 weitere Tage herumreisen. Nach einem vierstündigen Flug und einer einstündigen Autofahrt wurden wir herzlich am Abend in Tel Mond begrüßt. Schon beim Empfang lernten wir, dass Liebe in Israel durch den Magen geht. Wir wurden so reichlich und liebevoll versorgt. Am Dienstag staunten wir dann über die Kreativität der Schule in Tel Mond beim Feiern des Purimfestes. Die Schüler hatten mit ihren Lehrern die Schule in einen Dschungel und eine ägyptische Welt umdekoriert. Die Israelis zeigten uns, wie man wirklich Party macht. Beim Purimfest erinnert sich das Volk Israel jedes Jahr an Königin Esther, die sich vor ca. 2500 Jahren für ihr Volk eingesetzt und damit das Leben der Juden gerettet hatte. Eine gemeinsame Kochaktion in der Schule, der Besuch eines Trampolinparks und eine Sightseeingtour durch Tel Aviv rundete das Programm mit den Austauschpartnern ab. Viel zu schnell mussten wir am Freitagnachmittag voneinander Abschied nehmen. Die Israelis fuhren von Tel Aviv zurück nach Tel Mond und die deutsche Delegation reiste am Samstag nach Jerusalem. Allein die Tatsache, dass wir uns schon nach 14 Tagen wieder in Hamburg treffen würden, half über den Abschiedsschmerz hinweg. In Jerusalem beeindruckte es die Jugendlichen aus Deutschland, an den Orten zu stehen, die sie aus biblischen Geschichten kennen. Aber auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der drei großen monotheistischen Religionen in Jerusalem nachzuempfinden, war sehr spannend.Am Sonntagmorgen wurden wir alle in Yad Vashem, dem Holocaust-Museum in Jerusalem, innerlich aufgewühlt. Dieses Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, jeden der 6000000 Juden, die im 2.Weltkrieg umgebracht wurden, namentlich zu erfassen und dem Versuch der anonymen Auslöschung dieser Menschen, einen Kontrapunkt zu setzen. Das Ausmaß der Grausamkeit ließ kein Auge trocken. Yasmin meinte: „Es hat mich so verletzt zu sehen, was Hitler gemacht hat. Es hat mich mitgenommen. Wir sind doch alle Menschen.“ Das Bad im Toten Meer, eine Nachtwanderung in der Wüste und am nächsten Morgen der Aufstieg nach Massada zum Sonnenaufgang half über die Schwere hinweg. Mit vielen beeindruckenden Bildern im Kopf flogen wir dann am Montagnachmittag nach Hamburg zurück. „ Wir gehen als Botschafter zurück an unsere Schule und werden mit unseren Klassenkameraden über das Erlebte sprechen und ihnen zeigen, was für eine schreckliche deutsch-israelische Geschichte im 2.Weltkrieg geschrieben wurde. Wir wollen aber auch davon erzählen, dass Israel ein wunderschönes Land ist und die Menschen, die wir kennengelernt und die uns so herzlich aufgenommen haben, unsere Freunde geworden sind.“

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    • Als Botschafter ausgesandt
      Holocaustüberlebende und Künstlerin Sara Atzmon hat 2018 mit ihrem Mann Uri die Stadtteilschule Öjendorf besucht und ihre Lebensgeschichte 60 Zehntklässlern erzählt.

      Öje / 2018

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      Als Botschafter ausgesandt

      „Ich sende euch heute als Botschafter gegen das Vergessen in die Welt aus. Ihr habt meinen Vortrag gehört und sollt das Gehörte weitererzählen, damit es nie wieder zu so einem Völkermord wie im Holocaust kommen kann.“ Das sind die Abschiedsworte der Holocaustüberlebenden und Künstlerin Sara Atzmon gewesen, die am 6. Februar mit ihrem Mann Uri die Stadtteilschule Öjendorf besucht und ihre Lebensgeschichte 60 Zehntklässlern erzählt hat. Für die Zehntklässler stand der ganze Projekttag unter dem Thema: „Holocaust – auch heute noch ein Thema?!“ Saras Vortrag war der Höhepunkt. Sie hat es geschafft, unsere Schüler mit ihrer Lebensgeschichte, die von Ghetto, Verfolgung, Tod und Arbeitslager beeinflusst wurde, für 90 Minuten in ihren Bann zu ziehen und ihre Herzen zu bewegen. Unsere Schüler sind bereit, auch anderen Schülern von dem Gehörten, von Saras Geschichte zu erzählen. Und genau darum geht es den Überlebenden. Sie möchten, dass ihre Geschichte gehört und weitererzählt wird – ihre Geschichten sollen dem Vergessen vorbeugen.
      Es werden immer häufiger Stimmen laut, die meinen, dass das Thema Holocaust nach 70 Jahren nun endlich ruhen sollte. Aber ist Antisemitismus, Auflehnung gegen andere Völkergruppen, Hass und Mord nicht auch heute noch an der Tagesordnung und brandaktuell?

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    • Peace – Junge Stimmen für den Frieden
      Ende 2017 fand die Veranstaltung „Peace – junge Stimmen für den Frieden“ in der Katholischen Akademie statt.

      Kath. Akademie / 2017

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      Peace – Junge Stimmen für den Frieden

      Am 15.12.2017 fand die Veranstaltung „Peace – junge Stimmen für den Frieden“ in der Katholischen Akademie von 17.30 Uhr bis 20 Uhr statt. Dazu eingeladen hat die Nordkirche, die katholische Akademie Hamburg, der Fachrat islamische Studien, die Schura und das tibetische Zentrum. Und was hat das mit der Stadtteilschule Öjendorf zu tun? 28 Schüler aus unseren Religionskursen 9 und 10 der Stadtteilschule Öjendorf waren mit ihrer Schulleiterin Frau Schmidt und der Religionslehrerin Frau Böhmann dazu eingeladen. Wir wussten alle nicht genau, was uns erwarten würden und fuhren gespannt zu dieser Veranstaltung

      Im Anschluss an diese Veranstaltung hatten die Schüler die Aufgabe, einen Tagebucheintrag zu schreiben. Hier ein Auszug von einem Schüler der 9.Klasse: „Gestern war ich auf einer Veranstaltung und das Thema war Frieden. Ich hatte die Erwartung, dass man sich auf der Veranstaltung frei durch mehrere Räume bewegen kann und die Vertreter aus den Religionen zum Thema Frieden befragen kann. (...) Es war anders als ich es erwartet habe. Die Akademie war direkt neben einer Kirche am Rödingsmarkt. Es waren keine anderen Klassen, sondern verschiedene Personen unterschiedlichen Alters da.“ Als erstes gab es Kurzvorträge von den drei Vertretern aus dem Buddhismus, vom Christentum und dem Islam, die alle erörtert haben, wie Frieden in ihrer Religion verankert ist. Ein anderer Junge berichtet: „(...)Dann hat Frau Susan Zehrfeld (Buddhistin) angefangen zu reden wie man den Frieden haben oder erstellen kann. Dann sagte sie: „Wenn sie gestresst oder aggressiv ist, dann meditiert sie oder macht Yoga. Das stimuliert die Aggression.“ Andere Buddhisten machen das anscheinend auch so. Anschließend war Herr Hendrik Schwager (Christ) dran. Er meinte, man solle sich vorher Gedanken machen, bevor man jemandem Unrecht gibt und niemandem etwas antun, was man sich selbst nicht auch antun würde. Und dann hat er auch über den Frieden in der Welt geredet. Anschließend war der Islam dran mit Frau Canan Bayram. Sie hat Suren und Verse aus dem Koran gelesen. In einem Vers stand: „Sei nett und gut zu deinen Eltern, zu deinen Nachbarn und auch zu deinen Mitmenschen, usw..“ Sie hat auch über den Frieden geredet. Danach sind wir mit Moderatoren in Gruppen gegangen. Da haben wir Fragen bekommen und die sollten wir mit unseren Gruppenmitgliedern lesen, diskutieren und beantworten.“

      Ein anderer Schüler berichtet aus dieser Phase: „Nachdem wir uns in Gruppen aufgeteilt haben, war es sehr interessant, denn wir haben Fragen bekommen und mussten innerhalb der Gruppe darüber diskutieren. Eine der Fragen lautete: „Was ist Frieden?“ Unsere Antwort in der Gruppe war: Gerechtigkeit, Ruhe und Harmonie. Eine andere Frage war auch: „Wo fängt der Frieden an?“ Da haben wir beschlossen, dass man im Inneren also geistig im Einklang sein sollte – kurz gesagt, der Frieden fängt bei einem selber an. In der Gruppe hat mir gut gefallen, dass jeder versucht hat, mitzumachen und es Spaß gemacht hat. (...) Ich habe bei „Peace“ gelernt, dass der Frieden bei mir selber anfängt; er ist ein Geben und Nehmen und wenn ich Frieden in mir habe, kann ich ihn auch weitergeben.“

      Gegen 21 Uhr waren wir alle wieder In Billstedt. Fazit: Diese Veranstaltung hat sich gelohnt, denn fast alle Schüler waren von der Atmosphäre begeistert und von dem Erleben, dass man seine Meinung sagen durfte und die anderen zugehört haben. Wie wir das nun in der Schule umsetzen und den inneren Frieden trainieren, das werden wir uns in den nächsten Wochen überlegen.

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    • Das Frühlingsfest
      Begegnungen der Schulgemeinschaft der STSÖ beim Frühlingsfest.

      Öje Haus C / 2017

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      Das Frühlingsfest an der Stadtteilschule Öjendorf im April 2017 (Wiederholung 2018 geplant)

      Begegnungen der Schulgemeinschaft beim Frühlingsfest

      Die Vielfalt der Kulturen und Religionen, die an unserer Schule zu erleben ist, haben wir am 20.4.2017 an der StSÖ von 18-20 Uhr mit einem Frühlingsfest fröhlich gefeiert. Das Team von „Begegnungen der Kulturen“ (Die Religionskollegen der STSÖ) hatte Eltern, Schüler und Kollegen zu diesem Abend eingeladen, an dem das Osterfest, Pessachfest, Nouruz (dem iranischen Neujahrsfest) und das Zuckerfest von Schülern vorgestellt wurde. An diesem Abend, zu dem ca. 70-80 Leuten kamen, konnten wir wie auch schon beim gemeinsamen Fastenbrechen im vergangenen Jahr, erleben, wie schön es sein kann, Leben zu teilen, und die Religion und Kultur des anderen kennenzulernen.

      Und wenn Sie Lust haben, beim nächsten Mal dabei zu sein und mitzufeiern, dann notieren Sie sich schon heute den 1.6. 2017, denn da wollen wir wieder gemeinsam abends in der Schule das Fasten brechen und uns mit dem Fasten in den unterschiedlichen Religionen auseinandersetzen. Die Einladungen mit allen Details erhalten Sie über Ihr Kind 2 Wochen im Voraus!

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    • Eine Podiumsdiskussion der Religionen an der Stadtteilschule Öjendorf 2015
      Wertschätzung gerade wegen all der Unterschiedlichkeiten - Unsere Schule macht sich auf den Weg

      Öje Haus C / 2015

      Frau Böhmann
      group Sacramento, CA comment 8:00 AM - 9:00 AM

      Eine Podiumsdiskussion der Religionen an der Stadtteilschule Öjendorf

      Begegnungen der Schulgemeinschaft mit Gästen

      Wertschätzung gerade wegen all der Unterschiedlichkeiten Unsere Schule macht sich auf den Weg

      Im Zeitalter der Globalisierung bekommen wir jeden Tag die brandneusten Informationen über Kriege und Anschläge, die nicht selten im Namen der Religion ausgeführt werden. Wie sollen aber Schüler heutzutage ein friedliches Miteinander, Wertschätzung und Humanität bei der Vielfalt der Kulturen, den individuellen Geschichten, Familien und Religionen an einer Schule lernen, wenn die aktuellen Nachrichten eher zeigen, wie man es nicht macht? Eine Podiumsdiskussion der Religionen an der Stadtteilschule Öjendorf sollte am 26.1.2016 den Schülern der Stadtteilschule zeigen, dass man, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist, doch wertschätzend miteinander umgehen kann. Dazu hat das Religionsteam der Schule im sozialen Brennpunkt, bestehend aus Daniel Trommer, Philip Al-Khazan und Stefanie Böhmann, 6 Experten aus den großen Religionen eingeladen, die zum Thema Schöpfung – Gottes Auftrag an uns Menschen lebhaft diskutierten. Auf dem Podium saßen Christian Denkers, Pastor der Baptistengemeinde „Kirche ohne Turm“ in Billstedt, Abu Ahmed Jacobi, an der Schura für den interreligiösen Dialog zuständig. Rabbiner Shmuel Havlin, Direktor des Chabad-Zentrums, Oliver Petersen, Lehrer für Buddhismus am Tibetischen Zentrum in Hamburg, Erlend Petterson, arbeitet am Bhakti Yoga Zentrum Hamburg und Kurt Edler, Vorsitzender der Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik, der die Religionslosen vertrat.

      Alle Religionsvertreter waren sich einig: Frieden ist einer der Aufträge, den uns Gott oder eine höhere Macht gegeben hat und der die Menschheit in besonderem Maße herausfordert. Wenn der Buddhist Petersen sagt: „Gewalt untersteht meiner eigenen Verantwortung, wenn ich sie ausübe“, so wird durch diese Äußerung schon deutlich, dass es in den gewalttätigen Auseinandersetzungen meistens nicht um theologische Fragen geht, sondern um Machtbestrebungen des einzelnen Individuums oder einer Gruppe.

      Wie können wir also heute in Schule miteinander umgehen, damit es nicht zu Gewalt kommt, sondern wir die Schüler zu Friedensträgern ausbilden? Jacobi gab dazu einen passenden Denkanstoß: „ Wenn ein Mann eine Frau heiratet,“ sagte er, „so ist sie in seinen Augen die Schönste. Die anderen Frauen sind für ihn lange nicht so schön. Das heißt aber nicht, dass die anderen Frauen hässlich seien. Jeder hat seine Religion. Das ist seine schönste Frau. Das ist gut so. Aber die anderen Religionen/Frauen, sind deswegen nicht zu hassen oder zu verachten, sondern sind respektvoll zu behandeln.“ Oder zusammenfassend in den Worten der Bibel, die Denkers zitierte, zu sagen: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (Mtth. 22, 37+38).

      Ein großer Auftrag, den das Religionsteam an der Stadtteilschule Öjendorf herausfordert, aber auch mit Freude annimmt, denn der Moslem Al-Khazan, dazu ein moslemischer Refrendar und die beiden Christen, die das Fach Religion unterrichten, erleben schon zusammen wie sehr die Unterschiedlichkeit doch Beziehung bereichern kann, wenn man in gegenseitiger Wertschätzung zusammenarbeitet.

      P. Al-Khazan schloss nach 1,5 Stunden die Podiumsdiskussion, der die Schüler gebannt zuhörten, mit den Worten: „Nehmen wir in der einen Hand all die Unterschiede, die zwischen uns eine scheinbar unüberwindbare Grenze, eine Mauer ziehen. Und nehmen wir eine einzige Gemeinsamkeit in die andere Hand. Diese symbolische Waage wäre nicht im Gleichgewicht. Das ist klar. Aber wenn wir in diese Gemeinsamkeit unsere Anstrengung hineinlegen, im Hier und Jetzt, Leid und Ungerechtigkeit nicht mehr zuzulassen, achtsam miteinander und mit Gottes Schöpfung umzugehen, dann kommt diese Waage in ein Gleichgewicht.“ Das Gleichgewicht zu erreichen ist unser aller Auftrag!

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    Stadtteilschule Öjendorf
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    Viele Fragen über den Unterricht können auf dieser Schulwebseite beantwortet werden. Entdecken sie die Stadtteilschule Öjendorf!
    Sie finden Informationen u.a. zu:
    Schulanmeldungen,
    Wahlpflichtkurse,
    der Oberstufe,
    Abschlüsse,
    Schulveranstaltungen,
    Fördern,
    Projekte und neue Räumlichkeiten
    und vielen Aktivitäten.

    Für weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
    Wir sind für Sie gerne zu den Geschäftszeiten erreichbar:
    8.00 -16.00 Uhr
    Schulbüro 040 / 428 9318-12 /-13
    Das Schulbüro koordiniert Ihre Fragen für einen Gesprächstermin bei der Schulleitung.
    Es ist auch der Mailkontakt möglich.

    Frau Schmidt
    Schulleiterin
    Mail: Barbara.Schmidt1@bsb.hamburg.de
    Post: Stadtteilschule Öjendorf
    Öjendorfer Höhe 12
    Hamburg 22117
    Wir sind eine vollgebundene Ganztagsschule im Stadtteil Billstedt für Schüler mit unterschiedlichen Begabungen, die wir zum jeweils höchstmöglichen Abschluss bringen wollen: zum qualifizierten ersten allgemeinen Schulabschluss, mittleren Schulabschluss, zum Abitur in der eigenen Oberstufe in Kooperation mit dem Kurt-Körber-Gymnasium.
    Um dieses Ziel zu erreichen, kooperieren wir eng mit allen Schulen der Region, mit beruflichen Schulen und vielen externen Partnern.